Die lange Nacht der gelben Sterne

von Ruth Kaufmann, Createspace Publishing

Ruth Kaufmann zeichnet in diesem Buch den Lebensweg ihres Vaters nach  - eines Überlebenden, der die gegen die Juden gerichteten Vernichtung, Verfolgung und Vertreibung während der NS Zeit überlebt. Das Buch nimmt uns mit in die Vergangenheit und an die Orte Europas und Afrikas, die ihr Vater als Flüchtlingskind und Jugendlicher kreuzte und lässt uns teilhaben am Schmerz des Vertriebenen, an der Verzweiflung des Zurückkehrenden, der immer noch um sein Recht und gegen Vorurteile kämpfen muss. Eine außergewöhnliche Biographie,  die spannend den damaligen Zeitgeist aus der Sicht eines heranwachsenden Grazer Juden aufleben lässt.

 

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Journey into the unknown

from Ruth Kaufmann, Mickleden Press

Ruth Kaufmann follows the life of her father Bertl Kaufmann, a survivor of the persecution, expulsion and extermination which Jews were subjected to during the Nazi rule. Her father never kept a physical diary, but Ruth had many discussions with him about his experiences during which the events he described came so vividly to life that to present them as contemporaneous diary entries seemed to do his memories the greatest justice. This book is an homage to a child survivor of the holocaust and is his experience in the words of the author. It is a link to those times and a witness to the impact the war had on a very brave man.

 

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Der Katalog zur Ausstellung „Die lange Nacht der gelben Sterne“

von Ruth Kaufmann und Uwe Kohlhammer

Der Katalog zur Ausstellung „Die lange Nacht der gelben Sterne“

Der Katalog zur Ausstellung „Journey into the Unknown“

von Ruth Kaufmann und Uwe Kohlhammer

Der Katalog zur Ausstellung „Journey into the Unknown“

1913 - Das Jahr davor

von Mag. Heinz Kohlhammer und Uwe Kohlhammer

Der Katalog zur Ausstellung „1913“

1914 - Der große Tanz

von Mag. Heinz Kohlhammer und Uwe Kohlhammer

Der Katalog zur Ausstellung „1914“

Meine Lebenswege. 

Die persönlichen Aufzeichnungen des Grazer Rabbiners David Herzog, Herausgeber CLIO Graz

Unmittelbar nach seiner Vertreibung aus Graz begann der letzte Rabbiner der Steiermark, David Herzog, mit dem Verfassen seiner Erinnerungen. Herzog, der 1908 nach Graz gekommen und in der Folge für die Steiermark, Kärnten und bis 1918 auch für Krain zuständig war, wirkte hier nicht nur als Rabbiner und Religionslehrer, sondern auch als Professor an der Universität Graz. Er verfasste eine Vielzahl von wissenschaftlichen Arbeiten u.a. zum mittelalterlichen jüdischen Leben in der Steiermark. Herzog war aber auch – wie seine Erinnerungen zeigen – ein Chronist seiner Zeit, der als 70-Jähriger im Londoner Exil die Jahre der Radikalisierung des politischen Klimas in Graz vor dem „Anschluss“ 1938 sowie den Terror, der ihm sowie den anderen Grazer Jüdinnen und Juden entgegenschlug, niederschrieb.

“… und Adele Kurzweil und …“ Fluchtgeschichte(n) 1938 bis 2008

Christian Ehetreiber, Bettina Ramp, Sarah Ulrych (Hrsg.), CLIO Graz

Ein Kofferfund verbindet das Jahr 1938 mit der Gegenwart. Die im Koffer gefundenen Dokumente führen nach Graz, Paris, Montauban in Südfrankreich und nach Auschwitz, wo die Fluchtgeschichte der Familie Kurzweil im August 1942 tödlich endete. Die Erinnerung an die ermordete Familie Kurzweil endet indes nicht in den Gaskammern der Nazis. Denn der zufällige Kofferfund inspirierte vor einigen Jahren Jugendliche zu einem zeitgeschichtlichen Projekt, das in Form einer Wanderausstellung und des gleichnamigen Buches „Der Koffer der Adele Kurzweil“ publiziert wurde. Im Erinnerungsjahr 2008 machte sich abermals eine Grazer Jugendgruppe auf die Spurensuche nach „Flucht und Migration“ zwischen 1938 und 2008. Das Buch „… und Adele Kurzweil und …“ ist Zeichen einer neuen Erinnerungskultur, die auf den intergenerativen Dialog setzt.

Helmut Spielmann, Shanghai – Eine Jugend im Exil

Gerald Lamprecht und Ingeborg Radimsky (Hrsg.), CLIO Graz

Mit dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland beginnen auch für die Grazer jüdische Familie Spielmann Jahre der Furcht, Verfolgung, Beraubung und Vertreibung. Nach dem Ausschluss aus der Gesellschaft und einer Inhaftierung in Dachau im November und Dezember 1938 wird im Frühjahr 1939 Shanghai zur letzten Zufluchtsstätte. Rudolf, Paula und der achtjährige Helmut treten im Februar 1939 von Genua aus die Schiffsreise ins „exotische“ Exil an.  Shanghai, eine internationale Millionenmetropole, stellt die Grazer Familie vor viele Herausforderungen: Die fremde Kultur schafft Unsicherheiten und die unwirtlichen und extremen Lebensbedingungen mit schlechter Versorgung und vielen Krankheiten stellen ebenso eine Bedrohung dar wie die sich verschärfende japanische Besatzungspolitik. Diese mündet 1943 in die Gründung eines Ghettos, in dem die jüdischen Flüchtlinge auf engstem Raum zusammengepfercht werden. Helmut Spielmann, der all das als Kind erlebt hat und für den Shanghai lebensbestimmend wurde, schrieb 1988 seine Kindheits- und Jugenderinnerungen nieder. 

Herta Reich: Zwei Tage Zeit. Flucht, Vertreibung und die Spuren jüdischen Lebens in Mürzzuschlag

Heimo Gruber und Heimo Halbrainer (Hrsg.), CLIO Graz

Bald nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurde Herta Reich von der Gestapo gezwungen, Mürzzuschlag zu verlassen. Nach einem ersten Fluchtversuch nach Belgien verließ sie im Herbst 1939 mit etwa 1000 weiteren österreichischen Jüdinnen und Juden auf Donauschiffen Wien, um sich vor den Nationalsozialisten in Sicherheit zu bringen. Das Ziel ihrer Flucht war Palästina. Doch der Transport erreichte im Dezember 1939 nur den kleinen serbischen Donauhafen Kladovo. Erst fast ein Jahr nach dem Beginn der Flucht konnte die Reise fortgesetzt werden. Doch die Fahrt ging wieder stromaufwärts nach Šabac, wo die Flüchtlinge nach dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Jugoslawien im April 1941 in die Hände der Nationalsozialisten fielen. Herta und ihr Mann Romek Reich gehörten zu den wenigen, die den Nationalsozialisten entkommen konnten, während alle Männer als Geisel für getötete Soldaten erschossen und die Frauen und Kinder in der Nähe von Belgrad vergast wurden. Nach einer abenteuerlichen Flucht über Italien gelangte sie sechs Jahre nach der Abreise in Wien nach Palästina. In „Zwei Tage Zeit“ schildert sie diese Flucht. 

In Graz und andernorts: Lebenswege und Erinnerungen vertriebener Jüdinnen und Juden

Victoria Kumar (Hrsg.), CLIO Graz

Lebenswege und Erinnerungen vertriebener Jüdinnen und Juden. Mit dem 12. März 1938, dem Tag des „Anschlusses“ Österreichs an das Deutsche Reich, setzte auch in Graz die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung ein. Das Leben der Jüdinnen und Juden war fortan gekennzeichnet von nationalsozialistischem Terror, von Entrechtung, Misshandlung und Beraubung sowie den Bemühungen, sich durch Flucht zu retten. In ihrem Buch „In Graz und andernorts. Lebenswege und Erinnerungen vertriebener Jüdinnen und Juden“ lässt die Historikerin Victoria Kumar Jüdinnen und Juden, die vor 1938 in Graz gelebt haben, zu Wort kommen. Sie erzählen vom Leben in Graz in den 1930er Jahren, ihren Erfahrungen nach dem „Anschluss“, ihrer Flucht, dem Leben in der neuen „Heimat“ und teilweise auch vom schwierigen Weg zurück. Auf Basis von lebensgeschichtlichen Interviews, (auto-) biographischen Texten und Skizzen wurden über 30 Porträts erstellt.

Nationalsozialismus in der Steiermark. Opfer – Täter – Gegner (Nationalsozialismus in den österreichischen Bundesländern, 4)

Heimo Halbrainer und Gerald Lamprecht, Studienverlag

Wie kommt es zum Aufstieg des Nationalsozialismus in der Steiermark? Welche Erwartungen und Ängste verbinden die Menschen mit dem Nationalsozialismus? Wie erleben junge Menschen HJ und BDM? Was ist die „Volksgemeinschaft" und wer sind ihre Feinde? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit? Wie ergeht es den steirischen Jüdinnen und Juden im Holocaust? Welches Schicksal erleiden Roma und Romnija? Wie sieht der Terror in der Untersteiermark aus? Wer leistet in der Steiermark Widerstand? Was passiert beim "Massaker am Präbichl"? Wie werden die Verbrechen nach Kriegsende aufgearbeitet?Ausgehend von solchen grundlegenden Fragen erzählt das Buch die Geschichte des Nationalsozialismus in der Steiermark für ein breites Publikum, speziell auch für junge Leserinnen und Leser – wissenschaftlich fundiert und in gut lesbarer Sprache.

Jüdisches Leben in der Steiermark. Marginalisierung – Auslöschung – Annäherung. 

Gerald Lamprecht, Studienverlag

Zu allen Zeiten wurden Juden in der Steiermark marginalisiert, gleichsam an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Die Umsetzung dieser Exklusionsbestrebungen führte mitunter zu Gewalt und Vertreibung - in der Zeit des Nationalsozialismus zur vollständigen Entrechtung, Beraubung und physischen Auslöschung der jüdischen Bevölkerung. Es waren die Nationalsozialisten und ihre willfährigen Helfer, die es beinahe zuwege gebracht hätten, hinter die steirisch-jüdische Geschichte einen grausamen und blutigen Schlusspunkt zu setzen. Nach den Erfahrungen mit der Shoah bedurfte es nach 1945 einer Vielzahl von wechselseitigen Initiativen und Aktionen, ehe eine erneute Annäherung zwischen der in völliger Zurückgezogenheit lebenden jüdischen Gemeinde und ihrer nichtjüdischen Umwelt möglich wurde. Dieses nur in langsamen, kleinen Schritten Aufeinander-Zugehen fand seinen sichtbaren Ausdruck in der im Jahr 2000 errichteten Synagoge in Graz.

Fremd in der eigenen Stadt. Die moderne jüdische Gemeinde von Graz vor dem Ersten Weltkrieg 

Gerald Lamprecht, Studienverlag

Die Toleranzpolitik von Kaiser Joseph II. bildet auch für die Steiermark den Auftakt modernen jüdischen Lebens. An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert wurden jene restriktiven Gesetze geändert, die es Jüdinnen und Juden seit dem späten Mittelalter unmöglich machten, sich in der Steiermark nieder zu lassen. Zunächst waren es einzelne jüdische Händler aus den benachbarten Gebieten des westlichen Ungarn, die in der Steiermark und im Besonderen der Landeshauptstadt Graz die ersten Schritte jüdischen Lebens unternahmen. Sie waren es auch, die motiviert durch die Ereignisse von 1848, mit dem Aufbau einer jüdischen Gemeinde in Graz begannen und somit am Anfang der modernen steirisch-jüdischen Beziehungsgeschichte stehen. „Fremd in der eigenen Stadt. Die moderne jüdische Gemeinde von Graz vor dem Ersten Weltkrieg“ stellt die Geschichte jüdischen Lebens von der Wiederansiedlung bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges dar.